Heyer schießt den TuS in 5 Minuten zum Heimsieg
TuS Usseln - SG Landau/Niederwaroldern 5:2 (0:1)
Auswechselungen:
65. Minute - Thorsten Rott für Philipp Koch
75. Minute - Patrick Vogel für Julian Potthoff
87. Minute - Dirk Klinkmann für Basti Heyer
Torfolge:
0:1 Gäste (20. Minute)
1:1 Heyer (46. Minute)
2:1 Heyer (48. Minute)
3:1 Heyer (50. Minute)
4:1 Lohmann (51. Minute)
5:1 Lohmann (69. Minute)
5:2 Gäste (88. Minute)
Personalsorgen bereiteten dem Trainer Michael Peters vor dem Spiel Kopfschmerzen. Olaf Nalik, Franz Nowak, Timo Lange, Andreas Kaczmarek, Götz Schlenger und Christoph Heerdt (3 Spiele Sperre nach der Roten Karte im Spiel gegen Lütersheim) standen nicht auf dem Spielbericht. Trotz allem Unheil war Philipp Koch aus dem Ruhrpott angereist und auch Spielmacher Caspar Reiss war einsatzfähig.
Betrachtete man vor dem Spiel die Tabellenkonstellation, so waren die Rollen klar verteilt. In der ersten Halbzeit merkten die ca. 45 Zuschauer wenig davon. Der TuS hatte ein leichtes spielerisches Übergewicht, konnte sich aber keine einzige klare Torchance erarbeiten. Der Ball lief viel durchs Mittelfeld, der Drang zum Tor war nicht festzustellen. Die Gäste befreiten sich ein ums andere Mal und brachten zumindest Torschüsse auf den Kasten von Keeper Figgen. In er 20. Minute unterlief der Usselner Abwehr ein kapitaler Ballverlust und eine Landauer Spieler schnappte sich den Ball. Alleine auf Figgen zulaufend verwandelte er trocken zur überraschenden Gästeführung. Dieser Patzer führte nicht unbedingt zu einem Aufbäumen von Schilling und Co., so dass der Treffer den Halbzeitstand bedeutete.
Die Halbzeitansprache von Michael Peters muss sehr deutlich gewesen sein. Die TuS-Spieler standen deutlich vor den Gästen auf dem Rasen. Nach dem Anpfiff überschlugen sich die Ereignisse. Etwa 20 Sekunden nach dem Wiederbeginn bekam Basti Heyer die Kugel am Sechzehnmeterraum auf den rechten Schlappen und erzielte mit einem möglicherweise haltbaren Flachschuß den Ausgleich. Weitere 120 Sekunden später war es wieder der aufmerksame Heyer, der zur 2:1 Führung traf. Wenig später konnte sich Penseler nach einem Ballgewinn im Mittelfeld bis in den 16er durchsetzen und wurde dort elfmeterreif gefoult. Doch der logische Pfiff, auf den alle warteten, blieb aus. Positiv war, dass sich die TuS-Spieler aufgrund dieser Fehlentscheidung nicht aus dem Konzept bringen ließen und die Ruhe bewahrten. Scheinbar hatte man aus dem hitzigen Spiel gegen Lütersheim eine Lehre gezogen. Das Verhalten sollte belohnt werden. Nochmals Basti Heyer in der 50. Minute und Benni Lohmann mit seinem ersten Tor in der 51. Minute führten mit ihrem Doppelschlag die Entscheidung herbei. Es reichten also 6 starke Minuten mit 4 Toren aus, um den Willen der Gäste zu brechen. Vor allem der lupenreine Hattrick vom Mann des Tages Basti Heyer innerhalb von 5 Minuten war spielentscheidend bzw. wegweisend. Schließlich trug sich Benni Lohmann in der 69. Minute zum zweiten Mal in die Torschützenliste ein. Danach schaltete Usseln unverständlicherweise einen Gang zurück und überließ den Landauern das Spiel. Außer 3 Auswechselungen passierte wenig Erheiterndes. Abschluss des Spiels war in der 88. Minute ein weiterer Gegentreffer. Eine lange Flanke von der halblinken Seite wurde länger und länger und senkte sich sehr unglücklich über Patte Figgen ins lange Ecke. Ein vermeidbares Gegentor, allerdings nur Ergebniskosmetik.
Fazit:
Ein maues Heimspiel, das trotzdem für 3 Punkte gereicht hat. Am Ende ist der Sieg unter dem Strich verdient und angesichts der Siege der Mitkonkurrenten Lütersheim und Eppe umso wichtiger.
Text: Torsten Vogel










