Do

17

Okt

2013

U17-Nationalmannschaft aus dem Iran trainieren beim TuS Usseln

Vor zwei Wochen hat sich die U17-Fußballnationalmannschaft aus dem Iran zu einem fast vierzehntägigen Trainingslager in Usseln aufgehalten.

Auf die WM in diesem Jahr hat sich die U17-Nationalmannschaft aus dem Iran in Usseln vorbereitet.

Fast zwei Wochen verbrachten die jungen Nationalspieler aus dem Iran im Ramada-Hotel in Usseln und hatten ein intensives Trainingslager mit strengen Regeln zu absolvieren. Die Religionszugehörigkeit stellte das Hotel-Team vor einige Probleme (kein Schweinefleisch, Betzeiten, ...).

Mit einem Tross von 35 Personen reisten die Iraner an. Den Trainingstab bildeten Headcoach, zwei Assistants, ein Fitness Coach, Zeugwart, Manager (Mehdi Mahdavikia, ehemaliger Bundesliga-Profi unter anderem für den HSV, Vfl Bochum und Eintracht Frankfurt) und Mannschaftsarzt. Dazu kam der Spielerkader von 25 Jugendlichen. Einige Trainingseinheiten wurden neben dem Theorieunterricht auf dem Sportplatz des TuS Usseln abgehalten. Die Gäste fühlten sich im Hotel aber auch auf dem Platz sehr wohl und waren voll des Lobes über die Gastfreundlichkeit.

Der Zeitplan der Nachwuchsspieler war voll gepackt. Zu dem eigentlichen Training kamen insgesamt 5 Trainingsspiele gegen die U19-Bundesligamannschaften von Leverkusen, Schalke 04, Mönchengladbach, Dortmund und Duisburg. Die Trainingsspiele gegen den älteren Jahrgang wurden sehr erfolgreich bestritten (3 Siege und zwei Unentschieden). Zwischendurch stand noch ein Kurz-Aufenthalt in der Sportschule Wedau mit einem Besuch eines Bundesliga-Spiels auf dem Programm.

Gegenüber dem Vorsitzenden Torsten Vogel sagte der Mannschaftsarzt (als Einziger der englischen Sprache mächtig), man sei sehr zufrieden mit der Organisation und mit dem Platzzustand. Im Iran seien die Trainingsplätze für die Jugendlichen deutlich schlechter. In den Reihen der Nachwuchsmannschaft seinen lediglich drei Profis, die mit Fußball ihr Geld verdienen. Der Bestverdiener würde im Jahr umgerechnet ca. 2500 € bekommen. Nicht die Welt also.

 

Die Anwesenheit der Ehrengäste sprach sich sehr schnell herum, so dass bei den Trainingseinheiten einige Zuschauer auf der Tribüne zu finden waren. Hierbei konnte man sich von dem professionellen Trainingsaufbau und dem Gehorsam und Fitnesszustand der Jungen überzeugen. Durchaus beeindruckend, zumal man nicht häufig die Gelegenheit hat, eine Trainingseinheit einer Nationalmannschaft zu beobachten.

 

Der Ehrengast erhielt aus den Händen des TuS-Vorsitzenden einen Fanschal, der nun im Iran seinen neuen Besitzer gegen die Kälte schützt oder im Museum der Fußballnationalmannschaft ausgestellt wird (?!).

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